Bitcoin-Transaktionen nachverfolgen – was Chainalysis sieht, kannst du jetzt auch sehen
Michael WolfWer seine Bitcoin-Transaktion nachverfolgen will, findet schnell heraus: Die Blockchain ist ein offenes Buch.
Chainalysis kann deine Transaktionen analysieren. Du konntest das bisher nicht. Das hat sich geändert.
Wie transparent ist dein Bitcoin wirklich?
Bitcoin ist pseudonym – nicht anonym. Wer das noch nicht verinnerlicht hat, sollte es jetzt tun. Jede Transaktion steht für immer auf der Blockchain, öffentlich einsehbar für jeden, der hinschaut. Und Unternehmen wie Chainalysis, Elliptic oder Crystal schauen sehr genau hin.
Das Problem: Diese Firmen hatten Werkzeuge. Normale Bitcoin-Nutzer nicht. Chain-Surveillance-Firmen können jede Transaktion auf der Bitcoin-Blockchain analysieren, Adressen clustern, Geldflüsse verfolgen und Wallets flaggen. Was sie über dich wissen konnten, konntest du über dich nicht herausfinden.
Bis jetzt.
Die Lücke, die am-i.exposed schließt

Im April 2024 gingen OXT.me und KYCP.org offline, nachdem die Entwickler von Samourai Wallet verhaftet wurden. OXT war der Gold-Standard für Boltzmann-Entropie-Analyse. KYCP machte CoinJoin-Privacy-Bewertungen für normale Nutzer zugänglich. Beide sind weg.
In diesem Moment entstand eine totale Informationsasymmetrie: Die Überwachungsfirmen hatten ihre Tools, die Bitcoin-Community hatte nichts mehr. am-i.exposed wurde gebaut, um genau diese Lücke zu schließen.
Was das Tool macht
Du gibst eine Bitcoin-Adresse, eine Transaktions-ID, einen xpub oder einen PSBT ein – und bekommst zurück, was ein Chain-Analyst über dich herausfinden könnte. Mit einem Privacy-Score von 0 bis 100, konkreten Befunden und Handlungsempfehlungen.
Unter der Haube läuft eine beeindruckende Menge an Analyse:
33 Privacy-Heuristiken: runde Beträge, Change-Detection, CIOH, CoinJoin-Muster (Whirlpool, WabiSabi, JoinMarket), Wallet-Fingerprinting, Script-Analyse, Timing und mehr.
Entity Detection: 364 bekannte Entitäten über 30 Millionen Adressen – Exchanges, Darknet-Märkte, Mixer, Glücksspiel, Mining-Pools, Scams und Payment-Services. Inklusive OFAC-Listen-Abdeckung.
Boltzmann-Entropie via WASM: Die vollständige Link-Wahrscheinlichkeitsmatrix wird direkt im Browser berechnet – via Rust/WebAssembly. Dieselbe Mathematik, die OXT.me verwendet hat, jetzt lokal auf deinem Gerät.
Dazu kommt ein Wallet-Audit (xpub oder Output-Descriptor), ein PSBT-Pre-Broadcast-Check, interaktive Visualisierungen und Multi-Hop Chain-Tracing vorwärts und rückwärts.
Das Wichtigste: Es bleibt bei dir
Die gesamte Analyse läuft im Browser. Kein Server verarbeitet oder speichert deine Daten. Keine Analytics, keine Cookies, kein Fingerprinting. Was du scannst, verlässt nicht deinen Browser.
Das ist kein Marketingversprechen, sondern technisch überprüfbar: Der gesamte Code ist MIT-lizenziert und auditierbar. Das Tool ist außerdem als Umbrel-App verfügbar, die sich mit dem eigenen Bitcoin-Node verbindet – für null Exposition gegenüber Dritten.
Finanzierung? Kein VC-Geld, kein Token, kein Business-Modell außer Value-for-Value. Tipp per Lightning, wenn es dir Mehrwert bringt.
Für wen ist das relevant?
Für alle, die Bitcoin ernsthaft nutzen und wissen wollen, ob ihre Privacy-Maßnahmen tatsächlich wirken. Hast du CoinJoin verwendet? Dann schau nach, ob dein Output als solcher erkennbar ist. Hast du eine Adresse mehrfach verwendet? Das Tool zeigt dir, was ein Analyst daraus ableiten kann.
Und für alle, die noch nie über Bitcoin-Privacy nachgedacht haben, ist am-i.exposed ein ziemlich effektiver Weckruf. Ein Score von 12/100 für eine frisch erstellte Wallet erklärt mehr als jeder Artikel.
Einfach ausprobieren
→ am-i.exposed – Browser, keine Installation, kostenlos.
Wer tiefer einsteigen will: Es gibt einen Setup-Guide, eine CLI-Version für Fortgeschrittene und das komplette GitHub-Repo zum Selbst-Hosten.




