Bitcoin-Short-Squeeze: Warum Preismodelle wie Power-Law & Stock-to-Flow versagen und Michael Saylor eine grenzenlose Preisexplosion erwartet.

Das hier soll kein Artikel über Preisspekulation sein, im Gegenteil, er soll mit den Mythen von Preismodellen wie Power-Law, Stock-to-Flow, Rainbow-Chart, Log-Regression und Lengthening-Cycles aufräumen – und erklären, warum Michael Saylor mit seiner Aussage „Bitcoin wird alle Modelle sprengen“ womöglich recht behält.
📚 Inhaltsverzeichnis:
1 | Warum reden alle von „Preismodellen“?
2 | Das Praxis-Gegenteil: Der Short-Squeeze 2025
3 | Warum die Modelle versagen
4 | Wie viele Bitcoin gibt es wirklich noch?
5 | Was, wenn die Börsen wirklich „leer“ sind?
6 | Michael Saylor: „Alle Modelle werden zerstört“
7 | Fazit
1 | Warum reden alle von „Preismodellen“?
Viele Menschen suchen nach einer Formel, die ihnen den künftigen Bitcoin-Preis verrät. Genau das versprechen:
| Modell | Kernidee in einem Satz |
|---|---|
| Power-Law-Corridor | Preis = Konstante × Zeithoch“n“ – je älter Bitcoin, desto teurer. |
| Stock-to-Flow (S2F) | Knappheit (geringe „Flow“-Menge nach Halvings) bestimmt den Preis. |
| Rainbow-Chart | Buntes Log-Diagramm mit Kauf-/Verkauf-Zonen auf Basis historischer Trends. |
| Log-Regression | Glättet vorherige Hochs/Tiefs und verlängert die Kurve nach vorn. |
| Lengthening Cycles / Elliott Waves | Zyklus-Theorien, die vergangene Bull-Runs einfach länger strecken. |
Klingt elegant – scheitert aber an der Realität, weil kein Diagramm Liquidationen, politische Schocks oder institutionelle FOMO vorwegnehmen kann. (rhinobitcoin.com, Nasdaq, Blockchaincenter)
2 | Das Praxis-Gegenteil: Der Short-Squeeze 2025
Am 21. Mai 2025 schoss Bitcoin auf über 110 000 $ und zwang Short-Trader zum panischen Eindecken; binnen 24 h wurden Futures-Positionen von über 500 Mio. $ liquidiert. (news, Bitcoinist.com)
Ein Short-Squeeze ist wie ein Streichholz in einem Feuerwerkslager: Wer auf fallende Kurse setzt, muss kaufen, sobald der Preis steigt – und jeder Notkauf treibt den Preis noch höher. Kein lineares Modell kann solch reflexive Kettenreaktionen zuverlässig abbilden.
3 | Warum die Modelle versagen
- „Alles wird schon gleichmäßig teurer“ – stimmt nur, solange niemand überraschend viel kauft oder verkauft. 2025 genügte ein ETF-Kaufrausch, um die schöne Power-Law-Kurve nach oben zu sprengen. (Binance)
- Knappheit ≠ Preis allein. Stock-to-Flow ignoriert, dass Derivate-Märkte jederzeit künstliche („Papier-“)Bitcoin erzeugen oder vernichten können.
- Historie ≠ Zukunft. Rainbow- und Regression-Charts „malen“ die Vergangenheit bunt und hoffen, dass sich Muster wiederholen – ähnlich wie eine Wettervorhersage, die nur auf letztjährige Temperaturen schaut.
- Liquidität schlägt Mathematik. Wenn Orderbücher leer laufen, springt der Preis diskontinuierlich – ein Effekt, den kein glattes Kurvengerüst vorhersieht.
4 | Wie viele Bitcoin gibt es wirklich noch?
- Gemint bis heute: ≈ 19,96 Mio. BTC. (NerdWallet)
- Schätzungen verlorener Coins: 3–4 Mio. BTC – zu alten Festplatten oder vergessenen Schlüsseln verbannt. (blockchain-council.org)
- Bestand auf zentralen Börsen: nur noch rund 2,5 Mio. BTC, ein Drei-Jahres-Tief. (Crypto.com)
- Neuschöpfung nach Halving 2024: 3,125 BTC alle zehn Minuten ≈ 450 BTC/Tag. (Investopedia)
Damit bleiben effektiv etwa 3–4 Mio. handelbare Coins – der Rest ist weggeschlossen oder verloren.
5 | Was, wenn die Börsen wirklich „leer“ sind?
Stell dir vor, in der ganzen Stadt liegen noch drei Brote aus – Hunderte wollen eins:
- Preissprung: Das erste Gebot hebt den Preis sofort.
- Überbieten: Jeder nächste Käufer zahlt mehr, weil er den Vorigen toppen muss.
- Nachzügler: Hohe Preise locken zwar Verkäufer an, aber das dauert.
Bei Bitcoin ist es dasselbe – nur global, rund um die Uhr und mit einem festen Maximalbestand:
| Hebel | Wirkung bei leerem Orderbuch |
|---|---|
| Angebotsmangel | Schon ein Kaufauftrag von 1 Mio. $ schiebt den Kurs mehrere % nach oben. |
| Zwangsliquidationen | Shorts müssen eindecken → zusätzlicher Kaufdruck. |
| Psychologie | Preis ↑ signalisiert Knappheit, neue Käufer springen auf – Spirale. |
| Keine Obergrenze | Ohne „faire Unternehmensbewertung“ kann der Preis theoretisch beliebig steigen, bis jemand freiwillig verkauft. |
Kurz: Wenn niemand verkaufen will oder kann, markiert jede nächste Transaktion ein neues Allzeithoch – und das potentiell ohne Deckel.
Regulatoren oder Behördenauktionen (US-Marshals) können Zwischenstopps setzen, doch bis dahin entsteht ein Markt voller Preissprünge statt Kurven – genau das, was Analysten als „Supply-Shock“ fürchten.
6 | Michael Saylor: „Alle Modelle werden zerstört“
Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy (früher MicroStrategy), fasst es in Rule 11 so zusammen:
„All models will be destroyed.“ BTC Prague
Er setzt sein Geld darauf: 580 250 BTC stehen inzwischen in Strategys Bilanz – rund 2,8 % aller je verfügbaren Coins. Strategy
Saylor:
- Volatilität reinigt den Markt: Schwankungen werfen Spekulanten ab.
- Echte Coins > Hebel: Wer Spot hält, kann nicht liquidiert werden. Shorts schon.
- Knappheit gewinnt: Wenn niemand verkauft, helfen keine Formeln.
7 | Fazit
Bitcoin bewegt sich nicht brav entlang bunter Linien – er bricht sie, sobald Liquidität, Politik oder Massenpsychologie aufeinandertreffen; genau deshalb könnte Michael Saylor am Ende recht behalten, wenn er sagt: Bitcoin sprengt alle Modelle, weil es kein Diagramm gibt, das echte Knappheit und menschliches Verhalten exakt vorausberechnen kann.
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